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So liefern aktive Aktienfonds echten Mehrwert

By Insight

So liefern aktive Aktienfonds echten Mehrwert

Gourmet

Lohnt sich der Gourmetpreis? Aktive Aktienfonds sollten den Active Share erhöhen und einer systematischen, disziplinierten Portfoliokonstruktions‑Methodik folgen.

Im Durchschnitt erfüllen aktive Aktienfonds nicht die Erwartungen, höhere Renditen als ihre marktkapitalgewichteten Benchmarks zu erzielen. Dies liefert starke empirische Evidenz zugunsten passiver Fonds. Doch es lohnt sich, die aktiven Aktienfonds genauer zu betrachten.

Ein sinnvoller Ausgangspunkt ist der Active Share[1] des Portfolios – also der prozentuale Anteil des Portfolios, der sich von der Benchmark unterscheidet. Tatsächlich sind viele sogenannte aktive Fonds gar nicht so aktiv. Der niedrige Active Share wird durch den Wunsch getrieben, den Tracking Error gering zu halten, also die Abweichung von der Benchmark möglichst zu vermeiden, was für einen aktiven Fonds fast schon widersprüchlich klingt.

Dennoch zahlen Privatanleger für einen aktiven Fonds/ETF in der Regel rund 1.3% – 1.5% [2], während die Kosten eines rein replizierenden Indexfonds/ETF typischerweise im Bereich von 0.1% bis 0.5% liegen.

Die Kombination aus niedrigem Active Share und hohen Kosten macht es nahezu unmöglich, eine Mehrrendite zur Benchmark zu erzielen. Die folgende Tabelle zeigt die erforderliche Outperformance bei unterschiedlichen Active‑Share‑Niveaus, um allein die Fondskosten – approximiert durch die TER (Total Expense Ratio) – zu decken. Bei einem Active Share von 50% muss der Fondsmanager beispielsweise eine jährliche Outperformance von 2.6% auf den aktiven Teil des Portfolios erzielen, um eine TER von 1.3% p. a. zu kompensieren.

 

Performancevergleiche passiver gegenüber aktiver Fonds zeigen letztlich deutlich, dass Anleger häufig zu viel für Strategien bezahlen, die darauf ausgelegt sind, nahe an der Benchmark zu bleiben. Aus dieser Perspektive ist die Empfehlung, in kostengünstige Fonds und ETFs zu investieren, die marktkapitalgewichtete Indizes replizieren, vollkommen berechtigt.

Fügen wir einen weiteren relevanten Aspekt hinzu: Ein hoher Active Share ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung dafür, dass sich die höheren Kosten für Anleger auszahlen. Besonders bei hohen TER‑Niveaus ist die Erzielung der erforderlichen Outperformance über längere Zeiträume keineswegs selbstverständlich. Sie erfordert ein klare Investmentlogik sowie Systematik und Disziplin in der Portfoliokonstruktion.

Bei aktiv gemanagten Fonds, die auf Faktorstrategien basieren, ist entscheidend, wie stark die Titelselektion den Faktor widerspiegeln, den sie abbilden sollen. Eine aktuelle Studie[3] zu US‑basierten Fonds und ETFs zeigt im Durchschnitt keinen Mehrwert für das gesamte Universum aktiver, faktorbasierter Produkte. Allerdings finden die Autoren eine signifikante Performanceverbesserung bei jenen Faktor‑basierten Fonds, deren Portfolios im Zeitverlauf stärker dem theoretischen Faktor‑Portfolio ähneln. Anders ausgedrückt: Um Faktorprämien abzuschöpfen, muss der Portfolio­konstruktionsprozess systematisch und diszipliniert erfolgen.

Bei QuantArea bieten wir aktive Aktienanlagelösungen mit Kosten, die mit jenen passiver Fonds vergleichbar sind. Noch wichtiger: Unsere Strategien basieren auf einer soliden theoretischen Grundlage und robuster empirischer Evidenz. Die Portfoliokonstruktion erfolgt systematisch und diszipliniert, wobei Aktien auf Basis einer detaillierten Fundamentalanalyse ausgewählt werden. Unser proprietärer Optimierungsansatz adressiert Risiken auf mehreren Ebenen und ermöglicht höhere Active‑Share‑Werte (und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit, eine Outperformance zu erzielen), innerhalb eines klar kontrollierten Tracking‑Error‑Budgets.

Es resultiert ein deutlicher Mehrwert im Vergleich zu passiven, indexreplizierenden Fonds und ETFs. Anleger müssen für die Fondsgebühren einen echten Mehrwert erhalten. In den meisten Fällen zahlen sie viel und bekommen vergleichsweise wenig.

24. Februar 2026
Carmine Orlacchio, CIO

 


[1] Cremers K. M., Petajisto A., How Active Is Your Fund Manager? A New Measure That Predicts Performance, 2009, Review of Financial Studies

[2] Dieses Thema steht im Fokus des Europäischen Parlaments https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-updates-supervisory-work-closet-indexing. Im Vereinigten Königreich wurden 2019 mehrere Fondsgesellschaften wegen unfairer Praktiken bestraft – konkret dafür, Fonds als aktiv zu vermarkten und höhere Gebühren zu verlangen, obwohl sie im Wesentlichen eine passive Indexreplikation betrieben. Ähnliche Fälle werden derzeit in Kanada untersucht

[3] Cremers K. M. et al., Factor Investing Funds Replicability of Academic Factors and After-Cost Performance, November 2022, SSRN

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Liquid Private Equity Alternative

By Insight
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Private Equity Buyout Funds bieten spannende Diversifikationseigenschaften im Gesamtportfolio und haben historisch attraktive Renditen erzielt. Die Fonds erfordern jedoch einen langen Anlagehorizont, sind illiquide und verfügen über sehr hohe Kosten. Weiter ist eine Risiko- und Renditemessung schwierig, da die Werte auf Modellbewertungen beruhen.

Mit Liquid Private Equity Alternative kombinieren wir die Vorteile von PE-Buyout-Fonds mit den Vorteilen traditioneller Aktienfonds: tägliche Liquidität und Marktbewertung, keine Mindestinvestition und vergleichsweise tiefe Kosten.

Wir replizieren die Portfolioeigenschaften von Buyout-Funds anhand des folgenden Anlageprozesses:

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Langfristige Outperformance – bei vergleichbarem Risiko

  • Über die letzten 20 Jahre zeigt die QuantArea Liquid PE Alternative eine deutliche Outperformance gegenüber dem Russell 2000 ETF bei vergleichbarem Risiko.
  • Auch im Vergleich mit PE‑Evergreen‑Fonds erzielt die Strategie historisch deutliche Mehrrenditen
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Mit QuantArea Liquid Private Equity Alternative erhalten Anleger einen Ansatz, der die positiven Eigenschaften von Private Equity mit der Flexibilität liquider Märkte verbindet – transparent, regelbasiert und kosteneffizient.

Die Strategie ermöglicht es Investoren, PE‑Charakteristika im Portfolio zu berücksichtigen, ohne auf tägliche Liquidität oder strikte Transparenz verzichten zu müssen.

Wenn Sie die PE‑Quote präzise steuern oder ein alternatives, fundamentaldatengetriebenes Small‑Cap‑Exposure suchen – unsere Liquid PE Alternative Strategie bietet die Möglichkeit, beides gleichzeitig zu erreichen.

Disclaimer:
Die Ausführungen und Angaben in dieser Publikation sind von QuantArea AG nach bestem Wissen ausschliesslich zu Informations- und Marketingzwecken zusammengestellt worden und richten sich ausschliesslich an professionelle Anleger im Sinne des Finanzdienstleistungsgesetztes (FIDLEG). Diese Publikation stellt weder eine Anwerbung oder Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf irgendwelcher Anlageinstrumente oder zur Vornahme sonstiger Transaktionen dar. Eine Wertentwicklung oder positive Rendite einer Anlage in der Vergangenheit stellt keine Garantie für künftige Ergebnisse und eine positive Rendite in der Zukunft dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der enthaltenen Informationen übernommen.

Hinterlassen Sie uns gerne Ihre Kontaktdaten, und wir senden Ihnen detaillierte Informationen zur Anlagestrategie. Wir melden uns baldmöglichst bei Ihnen.

    Dividendenrendite: Traps, Facts and Fixes

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    Dividend Yield: Traps, Facts and Fixes

    Der Wert einer Investition wird anhand des Cashflows gemessen, den sie generiert. Bei Aktien partizipieren die Aktionäre traditionell am Cashflow des Unternehmens, indem sie Dividenden erhalten. Daher dienen Dividenden als Mass für die Cashflow-Generierung und sind ein wichtiger Indikator für die Profitabilität. Die Dividendenrendite, also das Verhältnis von Dividenden zum gezahlten Preis, wird häufig als Indikator dafür verwendet, wie teuer ein Unternehmen ist bzw. wie viel ein Anleger heute für die zukünftigen Dividendenzahlungen bezahlen muss.

    Dividenden sind seit langem ein wichtiger Indikator für viele Anleger bei ihren Anlageentscheidungen und werden es auch weiterhin bleiben. In der Vergangenheit und in geringerem Masse auch heute noch wird der Vergleich von Dividendenrendite und Kuponzinssatz häufig als Kriterium für die Anlageentscheidung zwischen Aktien und Anleihen herangezogen. Wie Aswath Damodaran [1] in seinem Blog kommentiert, warben Unternehmen in den Anfangsjahren des Aktienmarktes Ende des 19. Jahrhunderts um Anleger, die es gewohnt waren, in Anleihen mit festen Kupons zu investieren, indem sie ihnen vorhersehbare Dividenden als Alternative anboten.

    Die Ausschüttung von Dividenden ist mittlerweile gängige Praxis, und Unternehmen zögern, Dividenden jemals zu kürzen. Die folgende Grafik aus Damodarans Blog dokumentiert diese Zurückhaltung, indem sie zeigt, dass durchschnittlich weniger als 10 % der US-Unternehmen ihre Dividendenausschüttung reduzieren.

    Dividende und Bewertung

    Das erste Aktienbewertungsmodell und die ersten Kriterien für die Auswahl von Anlagen basierten auf Dividenden. John Burr Williams, ein legendärer Investor der 1920er und 1930er Jahre, formulierte die Bedeutung von Dividenden in seinem 1938 erschienenen Buch „The Theory of Investment Value”. Seine Ideen wurden später von Myron Gordon und Eli Shapiro im Dividend Discount Model oder Gordon Growth Model neu formuliert, das 1956 veröffentlicht wurde[2].

    In den 1980er Jahren standen Dividenden weiterhin im Fokus von Wissenschaftlern und Forschern, die herausfinden wollten, warum sie für Anleger, Aktionäre und Manager so wichtige Informationen sind. Die Dividend-Signaling-Theory konzentrierte sich auf die Informationen, die Dividenden über die Cashflows vermitteln, die Aktionäre erwarten können[3]. Dividenden sind ein Signal an die Aktionäre, und ihre Kürzung ist daher eine schlechte Nachricht für den Aktienkurs.[4].

    Lieber den Spatz in der Hand

    Dividenden werden in der Regel von etablierten Unternehmen mit begrenzten Wachstumschancen gezahlt, deren Cashflow nicht gewinnbringend reinvestiert werden kann und daher an die Aktionäre zurückfliesst – zweifellos eine kluge Entscheidung des Managements. Das typische Profil eines Unternehmens mit hoher Dividendenrendite ist für viele Anleger sehr attraktiv: etabliert, relativ stabiler Cashflow, hohe Sichtbarkeit und starke Marke, geringeres Risiko als der Markt. Diese Art von Unternehmen, sogenannte „Cash Cows”, neigen nicht dazu, risikoreiche Investitionen zu tätigen, und sind keinem innovations- und technologiegetriebenen Wettbewerb ausgesetzt. Stattdessen bieten sie ihren Aktionären Sicherheit und sind eine Quelle wiederkehrender Erträge. Anstelle von Kapitalgewinnen, deren Zukunft ungewiss ist, bevorzugen (einige) Anleger den Erhalt regelmässiger Dividendenzahlungen. Für diese Anleger ist ein Spatz in der Hand besser als eine Taube auf dem Dach.

    Dividende und Wert

    Trotz der anhaltenden Aufmerksamkeit der Anleger und obwohl Preismodelle auf der Grundlage von Dividenden entwickelt wurden, ist die ökonomische Theorie hinsichtlich der Relevanz von Dividenden für den Wert eines Unternehmens eindeutig: Dividenden spielen keine Rolle. Wenn wir den verzerrenden Effekt von „Friktionen“ (wie Steuern oder kostspieliger, begrenzter Marktzugang) ausschliessen, haben Dividenden ebenso wie Finanzierungsentscheidungen im Allgemeinen keinen Einfluss auf den Wert eines Unternehmens. Dies ist das berühmte Dividend Irrelevance Theorem, das 1961 von zwei renommierten Finanzprofessoren und Nobelpreisträgern, Modigliani und Miller (MM)[5] formuliert wurde und besagt, dass in einer Welt ohne Friktionen der Wert eines Unternehmens nicht von der Dividendenentscheidung abhängt. Wir alle wissen, was passiert, wenn ein Unternehmen, ein ETF oder ein Investmentfonds eine Dividende auszahlt: Der Wert des Unternehmens oder des Anlageinstruments sinkt genau um denselben Betrag. Durch die Ausschüttung von Dividenden wird kein Mehrwert geschaffen.

    Dividendenfallen

    Viele Unternehmen zahlen keine Dividenden, dennoch liegt ihr Wert in Milliardenhöhe. Denken Sie beispielsweise an Wachstumsaktien, wie Biotechnologieunternehmen. Nicht alle Unternehmen zahlen Dividenden, und diejenigen, die dies tun, tun dies in unterschiedlicher Höhe. Bestimmte Sektoren zahlen tendenziell systematisch höhere Dividenden als der Marktdurchschnitt, andere wiederum niedrigere. Daraus folgt, dass Anleger durch die Bevorzugung von Aktien mit hohen Dividenden die Auswahl der ihnen zur Verfügung stehenden Anlagemöglichkeiten einschränken. Schlimmer noch, sie könnten in eine Dividendenfalle tappen. Da eine Reduzierung oder Streichung von Dividendenzahlungen von Anlegern kaum jemals akzeptiert wird, zahlen selbst Unternehmen, die Verluste machen, Dividenden, wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht, die Aswath Damodaran in seinem Blog veröffentlicht hat. In seiner Analyse hat er den weltweiten Aktienmarkt nach Sektoren segmentiert, zwischen gewinnbringenden und verlustbringenden Unternehmen unterschieden und die jeweiligen aggregierten Dividendenzahlungen jeder Gruppe dargestellt.

    Die Sektoren Energie, Immobilien, Versorger, Rohstoffe und Finanzen weisen tendenziell die höchsten Dividendenrenditen auf (letzte Spalte). Interessant ist auch, dass Unternehmen aller Sektoren selbst dann eine Dividende zahlen, wenn sie Verluste machen (siehe Spalte „% Dividend Payers“), die höchstwahrscheinlich durch Schulden oder den Verkauf von Vermögenswerten finanziert werden. Paradoxerweise kann die Beibehaltung einer konstanten Dividende auch bei Verlusten des Unternehmens zu einer Erhöhung der Dividendenrendite führen, da der Aktienkurs des Unternehmens aufgrund der sich verschlechternden Betriebsergebnisse sinken könnte.

    Anlageempfehlung

    Ein bekanntes und weit verbreitetes Bewertungsmodell basiert auf der Dividende als Mass oder Annäherung für den Cashflow eines Unternehmens. Die Dividende selbst ist jedoch kein Treiber für den Unternehmenswert, sondern eher ein Signal dafür, wie viel von diesem Wert die Aktionäre in bar erwarten können (statt Kursgewinne). Dies ist eindeutig relevant für Anleger, die Wert auf Erträge legen und sich damit für Anlagen mit hoher Dividendenrendite entscheiden. Im Folgenden sind einige Implikationen aufgeführt, die Anleger beachten müssen, sowie konkrete Anlageempfehlungen, um den Fallen einer (hohen) Dividendenrendite zu entgehen.

    • Für Anleger, die Wert auf Erträge legen, zeigt die obige einfache Analyse wichtige Aspekte auf, die bei der Entwicklung einer Strategie mit hoher Dividendenrendite zu berücksichtigen sind. Neben der Dividende müssen sie beurteilen, ob und inwieweit Unternehmen nicht nur derzeit, sondern auch in den kommenden Jahren profitabel sind, d. h. wie nachhaltig die Dividendenzahlungen in Zukunft sind. Sie müssen feststellen, ob Dividenden aus steigenden Schulden oder einfach deshalb gezahlt werden, weil das Unternehmen seine „Silberbesteck”-Vermögenswerte verkauft. Dividenden können daher eine Rolle spielen und sind ein aussagekräftiger Indikator, aber für die Titelselektion müssen sie mit ergänzenden Indikatoren kombiniert werden, die sich mit Profitabilität, Wachstum, historischen Dividenden-Mustern und Bilanzsicherheit befassen. Das Ziel besteht darin, ein Portfolio zu konstruieren, indem Unternehmen mit dem gewünschten hohen Dividendenprofil ausgewählt werden, während gleichzeitig Dividendenfallen vermieden werden.
    • Anleger müssen sich bewusst sein, dass selbst eine klar definierte Dividendenstrategie mit Kontrollmechanismen und relativer und absoluter Risikokontrolle zu einer längeren Phase der Underperformance gegenüber dem Markt führen kann. Durch die Priorisierung der Dividendenkriterien wird die Titelauswahl nämlich restriktiv, da Wachstumsaktien (insbesondere junge Unternehmen), Aktien aus Sektoren mit hoher Profitabilität, hoher Bewertung und hohen Investitionen und damit geringerer Ausschüttungen de facto ausgeschlossen werden. All dies bedeutet erhebliche Benchmark-Abweichungen und die Akzeptanz einer längeren Phase der Underperformance.
    • In den letzten Jahrzehnten haben Unternehmen den Anteil des Gewinns erhöht, der für Aktienrückkäufe bestimmt ist, was eine indirekte Möglichkeit darstellt, Cashflows an die Aktionäre zurückzugeben. Dies hat viele Anleger dazu veranlasst, die Aktionärsrendite (Dividenden und Rückkäufe kombiniert, in engl. Shareholder Yield) als Auswahlkriterium der Dividendenrendite vorzuziehen. Das Kriterium der Aktionärsrendite ist bei der Aktienauswahl weniger restriktiv als die Dividendenrendite, führt jedoch zu geringeren Erträgen.
    • Um Erträge zu erzielen, besteht eine einfache Lösung darin, eine breit diversifizierte Anlagestrategie zu verfolgen (die beispielsweise auch Aktien mit hoher Profitabilität und hohem Wachstum umfasst) und Erträge durch den Verkauf eines Teils des Portfolios zu generieren. Alternativ können Anleger in einen Fonds investieren, der regelmässig die durch seine Anlagen erzielten Erträge (Dividenden und Zinsen) sowie Sonderausschüttungen (steuerfrei) aus realisierten Kapitalgewinnen ausschüttet. Interessanterweise ist diese Praxis unter Fondsverwaltungsgesellschaften nicht so verbreitet.

     

    Carmine Orlacchio, 14.10.2025

     


     

    [1]Musings on Markets: Data Update 9 for 2025: Dividends and Buybacks – Inertia and Me-tooism!

    [2] Gordon, M.J and Eli Shapiro (1956) „Capital Equipment Analysis: The Required Rate of Profit,“ Management Science, 3, October 1956, pp. 102-110.

    [3] Bhattacharya, Sudipto, 1979, Imperfect information, dividend policy, and the bird in the hand

    fallacy, Bell Journal of Economics and Management Science 10, 259-270.

    [4] In einem Artikel, der am 13. September in der Finanz und Wirtschaft unter dem Titel „Nestlé wackelt, aber fällt nicht“ veröffentlicht wurde, wird argumentiert, dass die zunehmende Verschuldung eine Folge der Beibehaltung der Dividendenzahlung ist, da eine Reduzierung für einen Dividendenaristokraten wie Nestlé ein fatales Signal senden würde. Nach einem deutlichen Kursrückgang von 35 % über drei Jahre ist es fraglich, ob der Markt von einer Dividendenkürzung „überrascht“ wäre. Wahrscheinlicher ist, dass das fatale Signal damit zu tun hat, dass Aktionäre auf Kosten der Anleihegläubiger bevorzugt werden, solange Dividenden bezahlt werden.

    [5]Miller, Merton H., and Franco Modigliani. “Dividend Policy, Growth, and the Valuation of Shares.” The Journal of Business, vol. 34, no. 4, 1961, pp. 411–33

    Infrastructure

    Aufbau unserer State-of-the-Art Quant-Infrastruktur

    By Insight
    Infrastructure

    Aufbau unserer State-of-the-Art Quant-Infrastruktur

    Diesen Monat feiert QuantArea ihr zweijähriges Bestehen – ein Anlass, um auf unsere technische und methodische Reise zurückzublicken. Ursprünglich konzipiert, um ökonomische Expertise mit fortschrittlicher Technologie zu verbinden, hat sich unsere Portfolio Design Plattform zu einem umfassenden System für systematische Forschung und präzises Backtesting entwickelt.

    🧠 Eigene Methodik und Signale

    Aufgrund der Erkenntnis, dass die in der Industrie verfügbaren Signale oft nicht die ökonomische Tiefe und analytische Präzision aufweisen, die unsere Kunden erwarten, haben wir uns darauf fokussiert, eine proprietäre Faktor- und Alpha-Signal-Library zu entwickeln. Auf unserer proprietären Backtesting- und Analyseplattform können diese Signale über verschiedenste Universen hinweg unter realistischen Annahmen getestet werden. Zusammen mit kundenspezifischen Nebenbedingungen und Szenarien finden diese Eingang in unsere Portfolio-Optimierungs-Engine und werden zu einer umsetzbaren Strategie transformiert.

    📊 Datenintegration und Bloomberg

    Bei der Datenintegration arbeiten wir eng mit Bloomberg zusammen. Innerhalb der BQNT-Enterprise Plattform können wir auf den gesamten Datenbestand von Bloomberg zurückgreifen und Datenfelder nahezu uneingeschränkt und in Echtzeit zur Konstruktion der Strategien nutzen. Diese nahtlose Integration beseitigt viele datenbezogene Herausforderungen und beschleunigt den Übergang von der explorativen Forschung zur einsatzbereiten Investmentstrategie.

    🛠️ Moderne Architektur

    Unsere containerisierte, cloud-native und modulare Infrastruktur ermöglicht eine skalierbare und flexible Bereitstellung über verschiedene Umgebungen hinweg. Einzelne Komponenten können unabhängig voneinander oder gemeinsam betrieben und getestet werden. Sowohl die Forschungs- als auch die Produktionsumgebung verwenden dieselbe Codebase, was eine reibungslose Umsetzung von Strategien gewährleistet.

    Das Ergebnis: volle Flexibilität. Kundenspezifische Anforderungen können über verschiedene Universen hinweg systematisch getestet und implementiert werden. Ihre Anlagephilosophie spiegelt sich in den Strategien wider und sorgt dafür, dass Faktor-Exposures, Risikoprofil und Renditekennzahlen auf ihre Ziele abgestimmt sind.

    FractualMomentum

    «Alpha-Booster» – Fractional Momentum: Forschung trifft Praxis

    By Insight
    FractualMomentum

    «Alpha-Booster» – Fractional Momentum: Forschung trifft Praxis

    Unser Quant Engineer, Dr. Soros Chitsiripanich, hat im Rahmen seiner Dissertation die theoretische Grundlage für die sogenannte Fractional Momentum-Aktienstrategie entwickelt – eine moderne Form der Trendfolge. Vereinfacht gesagt identifiziert die Strategie US-Aktien mit einem positiven langfristigen Kurstrend, bei denen sich kurzfristige Rücksetzer als günstige Einstiegsgelegenheiten erweisen.

    Die vielversprechenden Forschungsergebnisse haben QuantArea dazu veranlasst, die Strategie so weiterzuentwickeln, dass sie in der Praxis implementierbar ist. Nach mehreren Monaten intensiver Modellierung wurde die Strategie im Dezember 2024 erstmals in einem Managed Account umgesetzt.

    Der ausserordentlich positive Track Record überzeugte sowohl QuantArea als auch ein Family Office, die Strategie im Rahmen eines Actively Managed Certificate (AMC) weiterzuführen. Als Emittentin wurde die UBS AG gewählt. Für die Periode vom 20.12.2024 bis 25.08.2025 verzeichnete die Strategie eine Outperformance von 28.6% gegenüber einem S&P 500 ETF (in USD).

    Die Strategie ist für Asset Manager und Asset Owner lizenzierbar und kann als White-Label-Produkt angeboten werden.

    Möchten Sie mehr zur Strategie erfahren? Kontaktieren Sie unseren CIO, Carmine Orlacchio.

    Disclaimer:
    Die Ausführungen und Angaben in dieser Publikation sind von QuantArea AG nach bestem Wissen ausschliesslich zu Informations- und Marketingzwecken zusammengestellt worden und richten sich ausschliesslich an professionelle Anleger im Sinne des Finanzdienstleistungsgesetztes (FIDLEG). Diese Publikation stellt weder eine Anwerbung oder Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf irgendwelcher Anlageinstrumente oder zur Vornahme sonstiger Transaktionen dar. Eine Wertentwicklung oder positive Rendite einer Anlage in der Vergangenheit stellt keine Garantie für künftige Ergebnisse und eine positive Rendite in der Zukunft dar. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der enthaltenen Informationen übernommen.
    smartF managed by WINVEST

    QuantArea Portfoliokonstruktion für Winvest Aktien Schweiz Fonds

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    QuantArea Portfoliokonstruktion für Winvest Aktien Schweiz Fonds

    Im Dezember 2024 hat die WINVEST ASSET MANAGEMENT AG seinen ersten Fonds lanciert. Dabei unterstützt QuantArea bei der Porfoliokonstruktion und berechnet als Investment Advisor vierteljährlich die neuen Modellgewichte des Fonds. Das Resultat: Ein systematischer Anlageprozess, kurze time-to-market und eine klare Outperformance gegenüber dem Benchmark (SPI) und Peers.

    Track Record WINVEST Fonds

    Nachfolgend teilen Stefan Rammelmeyer (CEO, WINVEST ASSET MANAGEMENT AG) und Marcel Masshardt (CEO, QuantArea AG) ihre Eindrücke und Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit.

    WINVEST hat QuantArea als Partner für den neu lancierten Fonds smartF® Equity Switzerland Enhanced Fonds. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

    Stefan Rammelmeyer: Als ich bei WINVEST die Nachfolge angetreten habe, war klar: Wir wollten unseren Investmentprozess systematischer, robuster und skalierbarer aufstellen – ohne dabei unsere Werte wie Kundennähe und Transparenz zu verlieren. Dafür brauchten wir einen starken Partner, der nicht nur technologisch exzellent ist, sondern auch unsere Philosophie versteht. Dies war der Grund weshalb wir für die Portfoliokonstruktion ein Mandat an die QuantArea vergeben haben.

    Marcel Masshardt: Wir haben uns gefragt: Wie können wir unsere Kompetenzen in der Portfoliokonstruktion so bereitstellen, dass sie für Vermögensverwalter flexibel, effizient und pragmatisch nutzbar sind? Die Idee zu „Quant-as-a-Service“ war geboren. Mit WINVEST haben wir ein Team gefunden, das die Offenheit und Interesse mitbringt, gemeinsam etwas Neues zu entwickeln. Das war von Anfang an partnerschaftlich – nicht klassisch Auftraggeber und Dienstleister.

    Was macht Quant-as-a-Service konkret aus?

    Marcel: Es geht im Kern darum, dass unsere Kunden Zugang zu einer umfassenden Infrastruktur und Quant-Expertise erhalten, u.a. Datenaufbereitung, Faktorberechnungen, Portfoliooptimierung, Risikoanalysen – ohne all das intern selbst aufbauen zu müssen. Beim Vertrieb sind wir hingegen nicht involviert und dieser wird durch die WINVEST ASSET MANAGEMENT AG wahrgenommen.

    Stefan: Für uns bedeutet das: Wir können eine systematische Anlagestrategie umsetzen, die auf umfassenden Fundamental- und Marktdaten beruht – und trotzdem schlank und effizient bleiben. Unsere Stärke liegt im Kundenkontakt, im Trading, im Monitoring. Alles, was hochgradig datengetrieben ist, machen wir gemeinsam mit QuantArea. Diese Arbeitsteilung macht uns schneller, flexibler – und am Ende auch besser.

    Stichwort smartF®: Was steckt hinter dem Ansatz?

    Stefan: Unser smartF®-Anlagekonzept ist systematisch, prognosefrei und datenbasiert. Basierend auf objektiven Kennzahlen und einer systematischen Portfoliooptimierung, wird ein fokussiertes Portfolio erstellt mit überzeugenden Eigenschaften. Ziel ist es, emotionale Entscheidungen zu vermeiden und ein erstklassiges Risiko-Rendite-Verhältnis zu erreichen. Dazu setzen wir auf profitable und attraktiv bewertete Unternehmen mit solider Bilanz.

    Marcel: Neben den von Stefan erwähnten Eigenschaften, kontrolliert das Modell für ungewollte Faktor-Tilts wie beispielsweise Momentum. Zudem wird die Diversifikation durch die Schätzung der Kovarianzmatrix optimiert. smartF® zeigt exemplarisch, wie modernes Asset Management funktionieren kann: bessere Lösungen zu günstigeren Kosten, durch das Aufsplitten der Wertschöpfungskette und den Einbezug von Spezialisten. Das Modell smartF® wurde exklusiv für WINVEST ASSET MANAGEMENT AG konstruiert. Im Rahmen von weiteren Mandatsverhältnissen berechnen wir auch andere Aktien Schweiz Modelle. Jedes Modell hat seine eigene Charakteristik und wird basierend auf den individuellen Kundenbedürfnissen zur Verfügung gestellt.

    Was ist in den letzten Monaten passiert – und was kommt als Nächstes?

    Stefan: Es ist beeindruckend zu sehen, wie stark uns smartF® strategisch nach vorne gebracht hat. Wir konnten mit dem ersten Fonds (Aktien Schweiz) unsere Rolle als Asset Manager schärfen, Prozesse skalieren und neue Kunden gewinnen. So dürfen wir inzwischen auch verschiedene Pensionskassen zu unsere Kunden zählen. Auch die Fondsperformance konnte bisher überzeugen und die starken Ergebnisse aus dem langjährigen Backtesting bestätigen. Der Fonds erzielte seit Jahresbeginn 2025 eine Mehrrendite von aktuell rund 5% gegenüber dem Swiss Performance Index (Stand 31.07.2025) und liegt auch vor den uns bekannten Konkurrenzprodukten. Wir planen noch dieses Jahr den nächsten Fonds mit dem gleichen smartF®-Anlagekonzept für das Universum Aktien Europa-ex-Schweiz zu lancieren.

    Marcel: Für uns bedeutete die Zusammenarbeit mit WINVEST den Markteintritt im Dezember 2024. Inzwischen dürfen wir auch Banken und Versicherungen zu unseren Quant-as-a-Service Kunden zählen. Im Rahmen eines Mandates, ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit gemeinsamen Zielen für uns wichtig. Danke Stefan! Wir freuen uns sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit dem WINVEST-Team.

    Mehr Informationen
    zum Fonds.

    Im Notfall: Aktivieren Sie die Faktorsteuerung!

    By Insight

    Im Notfall: Aktivieren Sie die Faktorsteuerung!

    Der einmalige Wandel der politischen und wirtschaftlichen Doktrin in den USA hat Investoren verunsichert zurückgelassen. In einer Welt voller Unsicherheiten ist es umso wichtiger, das Portfolio mit allen Diversifikationshebeln zu strukturieren – einschliesslich der oft vernachlässigten Faktorsteuerung.

    Die zögerlichen, unkonventionellen Massnahmen der US-Regierung, gepaart mit wenig überzeugender Kommunikation, haben das Vertrauen in die aussergewöhnliche Stellung der US-Finanzmärkte ins Wanken gebracht. Investoren mit einer hohen US-Aktienquote sollten sich fragen, ob ein angemessenes Risikomanagement nicht eine ausgewogenere Allokation in den US-Dollar sowie in den US-Aktien- und Anleihemarkt erfordert. Diese drei Märkte gehören zu den liquidesten weltweit – in den Bereichen Währungen, Anleihen und Aktien. Das bedeutet: Unabhängig von der eigenen US-Exponierung haben Entwicklungen in den USA weitreichende Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte – insbesondere über sekundäre Effekte auf die Systemliquidität. Angesichts dieses einmaligen Wandels stehen Investoren vor einem erheblich höheren Grad an Unsicherheit. Daraus folgt: Es braucht die maximale Diversifikation – abgeleitet aus dem strategischen Anlageprozess.

    Werfen wir einen Blick auf Aktieninvestitionen: Der US-Aktienmarkt stellt rund 70 % der entwickelten öffentlichen Märkte und 65 % des weltweiten Aktienmarkts (gemäss MSCI-Index). Die US-Indizes weisen eine hohe Sektor- und Titeldominanz auf. Zudem notieren sie auf historisch hohen Bewertungsniveaus – mit deutlichen Bewertungsunterschieden im Vergleich zu anderen Märkten. Schuldenstand, Handels- und Haushaltsdefizit belasten den US-Dollar. Die fiskalische, politische, gesellschaftliche und geopolitische Lage ist fragil.

    Eine einfache Form der Diversifikation ist die Allokation nach Regionen und Sektoren. Wer einen Schritt weiter gehen möchte, sollte auch fundamentale Merkmale wie Faktoren und Stilprofil der Investments berücksichtigen. Letztere lassen sich nicht auf den ersten Blick aus einem Portfolio ablesen. Der Aufbau ausgewogener Aktienstrategien erfordert eine aktive Steuerung und gezielte Positionierung hinsichtlich dieser Merkmale – etwa Value, Profitabilität, Low Volatility, Wachstum oder Grösse. Die aktive Steuerung dieser Merkmale trägt dazu bei, ein Portfolio über unterschiedliche Marktphasen hinweg zu stabilisieren – vor allem bei Strategien, die über eine einfache Marktkapitalisierungs-Replikation hinausgehen.

    Wer Benchmarks repliziert, nimmt automatisch Konzentrationsrisiken auf Länder-, Sektor- und Einzeltitelebene in Kauf – und setzt sich oft unbewusst einem unausgewogenen Faktor-Exposure aus. Schon mit leicht erhöhtem Tracking Error lassen sich diese Risiken gezielt adressieren. Alternativ kann eine ausgewogenere Benchmark gewählt und aktiv gemessen werden.

    In unsicheren Zeiten ist es wichtiger denn je, Portfolios mit allen Diversifikationshebeln zu strukturieren. Echte Diversifikation geht über blosse nominale Allokation hinaus. Es kommt darauf an, gezielt die zugrunde liegenden Performancetreiber auszuwählen und zu kontrollieren, sei es durch fundamentale oder preisbasierte Merkmale.

    Bei QuantArea entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden Lösungen, die sowohl die Allokation als auch die gezielte Positionierung entlang fundamentaler Einflussfaktoren berücksichtigen. Durch diese aktive Steuerung von gewünschten und unerwünschten Faktoren lässt sich das Verhältnis von Risiko und Ertrag deutlich verbessern.

    Carmine Orlacchio, 18.06.2025

    Ist der US-Exzeptionalismus in Ihrem Anlageportfolio berechtigt?

    By Insight

    Ist der US-Exzeptionalismus in Ihrem Anlageportfolio berechtigt?

    Seit mehr als einem Jahrhundert sind die Vereinigten Staaten nicht nur eine starke Wirtschaftsmacht, sondern auch ein Symbol für die liberale Demokratie – die „strahlende Stadt auf dem Hügel“, geprägt von der Idee des „Manifest Destiny“ und einer tief verwurzelten Abneigung gegen Autoritarismus. Schliesslich gründete sich die Nation auf einer Rebellion gegen die Monarchie. Die Steuern und die strikte Herrschaft von König George III. über die Kolonien entfachten eine Revolution, die auf den Idealen von Freiheit, Repräsentation und individueller Souveränität basierte.

    Dieser antimonarchistische Geist ist nicht nur historisch, sondern wurde tief in das amerikanische Selbstverständnis eingraviert. Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und ein System von „Checks and Balances“ waren nicht nur politische Leitmotive, sondern auch wirtschaftliche. Diese Prinzipien bildeten die Grundlage für das Vertrauen, die Widerstandsfähigkeit und die Stabilität, die die USA über Generationen hinweg zu einem Magneten für Kapital machten.

    Doch heute wirkt diese Erzählung… komplexer.

    In einem historischen Schritt, der in Friedenszeiten beispiellos ist, hat Präsident Donald Trump mit einem undurchsichtigen Zoll-Erlass die Befugnisse des Kongresses umgangen und damit die institutionellen Schutzmechanismen übergangen. Hat Amerika nun Donald I. gekrönt?

    Die politischen Auswirkungen auf die Nachkriegsordnung des Zweiten Weltkriegs sind enorm. Für Anleger signalisiert dies jedoch, innezuhalten und neu zu bewerten.

    Passive globale Aktienstrategien weisen eine Exponierung von 70 % gegenüber den US-Märkten und dem US-Dollar auf. Diese starke Gewichtung wurde häufig mit überlegener Innovation, solider Unternehmensführung, einer robusten Finanzinfrastruktur und der globalen wirtschaftlichen Dominanz der USA begründet.

    Doch in einer Welt, in der die demokratischen Grundpfeiler der USA Risse zeigen, ist es legitim, folgende Fragen zu stellen:

    • Ist dieses Mass an Exponierung noch sinnvoll?
    • Sind die traditionell höheren US-Bewertungen im Vergleich zu anderen Märkten weiterhin durch Fundamentaldaten gerechtfertigt?
    • Ist das Risiko Ihres Aktienportfolios wirklich ausgewogen und diversifiziert, wenn die weitere Entwicklung unklar bleibt?

    Wenn sich Investoren mit einer einfachen Indexreplikation unwohl fühlen, können wir bei QuantArea ein massgeschneidertes Portfolio entwerfen.

    Sprechen wir darüber, denn die Zukunft könnte anders aussehen als die Vergangenheit.

    Carmine Orlacchio, 11.04.2025

    Zentrum für Innovation und Digitalisierung - Bernapark

    QuantArea AG seit September 2023 im Zentrum für Innovation und Digitalisierung

    By Insight
    Zentrum für Innovation und Digitalisierung - Bernapark

    QuantArea AG seit September 2023 im Zentrum für Innovation und Digitalisierung

    Seit September 2023 sind wir in unser Büro im Zentrum für Innovation und Digitalisierung (ZID) eingezogen. Das ZID versteht sich als Community für Entrepreneure in der Region Bern und bietet ein inspirierendes Umfeld mit verschiedensten Unternehmen unter einem Dach. Das ZID ist Teil des Bernapark Areals, der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil, mit bereits über 150 Unternehmen.

    Wir danken dem gesamten ZID-Team für das tolle Arbeitsumfeld und den erstklassigen Service.

    Über Ihren Besuch bei uns im ZID würden wir uns freuen. Informationen zur Kontaktaufnahme und Anreise finden sie hier.